Einheit von Wissenschaft und Praxis

Forschungsprojekte


In Forschungsprojekten erproben wir Werkzeuge für die Praxis, die eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit unterstützen. Bei unseren betrieblichen Beratungen kommt dieser wissenschaftlich fundierte Sachverstand Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Betriebsgrößen zu Gute. Gleichzeitig sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse Grundlage für unsere Qualifzierungsangebote.

Unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber im Bereich der Forschung sind Ministerieren des Bundes oder Landes, Berufsgenossenschaften, Stiftungen, Krankenkassen, Städte und Kommunen sowie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Selbstverständlich betreiben wir auch Eigenforschung oder Auftragsforschung für interessierte Unternehmen.


Aktuelle Forschungsprojekte


SAFEspace@work

sicher, achtsam, fair, eingebunden Interaktionsarbeit gestalten


Interaktionsarbeit ist in vielen Branchen mit hohen emotionalen Anforderungen, Zeitdruck und Belastungen verbunden – insbesondere für marginalisierte Beschäftigtengruppen. Gleichzeitig fehlt es gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) oft an Ressourcen, Wissen und Strukturen, um psychologische Sicherheit, Diversität und Inklusion systematisch zu fördern.

Das Projekt SAFEspace@work unterstützt KMU in interaktionsintensiven Branchen dabei, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass psychologische Sicherheit zum Standard wird. Ziel ist es, Diversität als Ressource zu nutzen, Diskriminierung und Grenzverletzungen zu reduzieren und die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten nachhaltig zu stärken.

Gemeinsam mit Praxispartner*innen entwickelt, erprobt und evaluiert SAFEspace@work umsetzbare Maßnahmen wie Workshops, Anti-Bias-Trainings, Führungskräfteschulungen, DEI-Tools und partizipative Arbeitsgestaltungsansätze. Besonders profitieren vulnerable und marginalisierte Gruppen, während Unternehmen langfristig von einem besseren Arbeitsklima, geringeren Ausfallzeiten und höherer Attraktivität als Arbeitgeber profitieren.

 

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KlimaResist

Klimaresistente Handwerksunternehmen durch Weiterbildung und adaptive Arbeitsorganisation


Beschäftigte im Handwerk – insbesondere im Bau- und Ausbaugewerbe – sind zunehmenden klimabedingten Belastungen ausgesetzt. Hitze, UV-Strahlung, Ozon und Feinstaub führen zu gesundheitlichen Risiken und verringern die Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig fehlen vielen Betrieben bislang Strategien, um systematisch auf diese Herausforderungen zu reagieren. Das Projekt KlimaResist adressiert diese Lücke mit einem interdisziplinären Ansatz: Es werden klimabezogene Belastungen in den Betrieben erhoben und darauf aufbauend Qualifizierungen und digitale Tools entwickelt, erprobt und weiterentwickelt.

Zentral ist dabei die Mitgestaltung durch Beschäftigte und Führungskräfte, damit arbeitsorganisatorische, technische und verhaltensorientierte Maßnahmen auf betriebliche Realitäten abgestimmt sind. Das Projekt sensibilisiert zudem für die Bedeutung klimaresilienter Arbeitsgestaltung im Handwerk und schafft damit auch politische Impulse für nachhaltige Arbeitswelten in Zeiten des Klimawandels.

 

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ADAPT2CARE - klimaresiliente Unternehmen und gesunde Belegschaften

Entwicklung eines Toolsets zur Analyse und Minderung der Klimavulnerabilität von Belegschaften sowie zur Steigerung der Arbeitsplatzsicherheit


 

Die Analyse und Prävention gesundheitlicher Auswirkungen des Klimawandels auf Beschäftigte und Belegschaften ist eine dringende Aufgabe, um besonders KMU bei der Bewältigung der Folgen und Risiken des Klimawandels zu unterstützen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten. Im geplanten Projekt ADAPT2CARE stellen wir uns dieser Aufgabe mit dem Ziel, eine Software-Anwendung zur Beurteilung und Prävention der Risiken des Klimawandels für einzelne Arbeitsplätze und für Belegschaften in Unternehmen zu entwickeln und damit den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf betrieblicher ebenso wie auf überbetrieblicher Ebene zu unterstützen. Die Entwicklung erfolgt auf Basis theoretischer und empirischer Analysen und in Kooperation mit der Zielgruppe in einem interdisziplinären Verbund aus Wissenschaft, Praxis und Technik. Die Entwicklung soll von einem projektbegleitenden Ausschuss aus institutionellen Expert*innen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes validiert werden.

Im Ergebnis soll eine webbasierte Software als Demonstrator vorliegen, um so ein Angebot von der Analyse der Risiken über die Priorisierung von Handlungserfordernissen bis hin zur Maßnahmenentwicklung und -umsetzung zu schaffen. Die entwickelten Instrumente und Vorschläge für Maßnahmen können von betrieblichen Akteur*innen direkt oder von überbetrieblich tätigen Berater*innen für entsprechende Beratungsprozesse genutzt werden.

 

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ORBiT

Organisationaler Respekt und Basisarbeit in der Transformation


Basisarbeitende sind in Deutschland oft unzureichend in die betriebliche Arbeitsschutzorganisation eingebunden, haben seltener Zugang zu Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung und arbeiten unter beanspruchenden Bedingungen. Sie verfügen über geringe Handlungsspielräume und haben seltener Zugang zu Weiterbildungsangeboten.

Mit dem Projekt ORBiT wollen wir die Lebens- und Arbeitswirklichkeit der Zielgruppe sichtbar machen und ihre Sichtweise auf die betriebliche Wirklichkeit in den Fokus rücken. Das Projekt stellt die Förderung der Anerkennung, Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit von Basisarbeitenden in den Mittelpunkt und identifiziert Kriterien für einen respektvollen und gesunden Umgang im Unternehmen.

 

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quali-tex

Qualifikation und Effizienz verbessern durch mehr Gleichstellung und Vielfalt in der Textilbranche


 

In vielen Unternehmen der Textil- und Bekleidungsbranche erfolgten aufgrund der Wettbewerbssituation in den vergangenen Jahren wenige bis gar keine Neueinstellungen. Dies führt heute zum einen zu einer alterszentrierten Belegschaft, zum anderen fehlen Fachkräfte aber auch ungelernte Arbeitskräfte.

Darüber hinaus sind in der Branche überdurchschnittlich viele weibliche Beschäftigte tätig - viele von ihnen führen einfache Tätigkeiten mit einseitigen Belastungen aus mit dem Risiko von körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen.

Auch sind Frauen im Verhältnis zu ihrer Zahl in Führungspositionen unterrepräsentiert. Fehlende oder schwach ausgeprägte Gender- und Diversity-Sensibilität der Führungskräfte erschweren zusätzlich die Anerkennung individueller Kompetenzen und damit die Übertragung von Führungspositionen.

Qualifizierungsangebote lassen sich durch die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Schichtarbeit nur schwer realisieren, so dass Teilzeitarbeit und Vertrauensarbeitszeit von den Unternehmen nur wenig genutzt werden (können).

Durch einen beteiligungsorientierten Ansatz im Projekt quali-tex, gemeinsam mit den betrieblichen Sozialpartnern und den Beschäftigten soll eine gender- und diversitätsensible Unternehmenskultur entwickelt werden. Gleichzeitig soll die Demografie- und Handlungskompetenz des Personalmanagements, der Führungskräfte sowie der Betriebsräte zu einer gendergerechten Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung erarbeitet und umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt des Projektes, welches in 10 KMUs aus dem Bereich Textil und Mode umgesetzt wird, stehen daher vor allem Frauen, Teilzeitbeschäftigte, Geringqualifizierte sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

 

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Projektteilnahme

Für die aktuellen Projekte haben wir bereits die teilnehmenden Unternehmen gefunden. Wenn Sie über zukünftige Projekte informiert werden möchten oder selber gerne an Projekten aktiv teilnehmen möchten, können Sie uns eine Nachricht schreiben. Die Teilnahme an den Projekten ist für Unternehmen ist kostenfrei. Weitere Informationen erhalten Sie über infoayMhoiAv4O7xK2zEhIcrnbit-bochumde.