Transfer von Erfahrungswissen

Triadengespräche

Viele Projekte des Wissensmanagements haben die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Das lag häufig an zu starker Orientierung auf technische Lösungen oder an der nicht ausreichenden Berücksichtigung subjektiver Vorbehalte der beteiligten MitarbeiterInnen.

 

Ein erfolgreicher Transfer von Expertise im Unternehmen setzt eine Vertrauensbasis zwischen Unternehmen, Wissenstragenden und Wissensempfängerinnen/Wissensempfänger voraus. Das Vorgehen von BIT beginnt deshalb mit einer sorgfältigen Analyse der betrieblichen Situation, die neben den organisationalen Rahmenbedingungen auch die Perspektive der Fachkräfte als Trägerin/Träger des Erfahrungswissens einbezieht. Für sie muss deutlich werden, dass es nicht um eine Schwächung ihrer Position im Unternehmen geht, sondern eher um eine Stärkung ihrer Rolle als unverzichtbare Fachkraft.

 

Ein wichtiger Aspekt im Erfahrungstransfer ist das eher unbewusste, im Arbeitsprozess angeeignete Wissen und Können, das zum Beispiel in Problemlösungsprozessen den Unterschied zwischen einem hochqualifizierten aber wenig erfahrenen Beschäftigten und einer langjährig tätigen Fachkraft ausmacht.

 

Dieses "implizite" Wissen ist in der Regel nicht dokumentiert und steht auch nicht unmittelbar zur Verfügung. Es ist in der Erinnerung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an bestimmte Situationen gebunden, in denen er z.B. ein besonders schwieriges Probleme gelöst hat.

 

Neben allen anderen Instrumenten bieten wir deshalb narrative Methoden wie das "Triadengespräch" an. Hier erzählt ein/e Experte/in in einem von einem Moderierenden begleiteten Gespräch einem Novizen von solchen Erlebnissen: ausgesprochen erfolgreichen, schwierigen oder auch nicht erfolgreich abgeschlossenen Arbeitsaufgaben.

 

Die Gespräche dienen entweder dem unmittelbaren Transfer zwischen den beteiligten Personen oder sie werden aufgezeichnet, transkribiert und die wesentlichen Inhalte nach einer gemeinsamen Reflektion dokumentiert.