Projekt: Werkzeugkasten Eingliederungsmanagement
Am 01.05.2009 startete das neue Projekt "Werkzeugkasten Eingliederungsmanagement: Gestaltung, Umsetzung und Transfer von Praxisinstrumenten zum Eingliederungsmanagement", das im Rahmen der Initiative "job-Jobs ohne Barrieren" vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert wird.
Projekt "Werkzeugkasten Eingliederungsmanagement - Gestaltung, Umsetzung und Transfer von Praxisinstrumente zum Eingliederungsmanagement"
Das zweijährige Projekt ordnet sich in die "Jobs-ohne-Barrieren"-Initiative des BMAS ein und verfolgt das Ziel, es Betrieben zu ermöglichen, dass sie ihre Präventionsaufgaben durch Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) wahrnehmen und dabei ihre Selbsthilfepotentiale erschließen und nutzen können.
Das Vorhaben schließt dabei an geförderte Projekte des BMAS mit dem Ziel an, die bisher erarbeiteten Handlungsempfehlungen und Verfahrensabläufe zu konkretisieren, auszudifferenzieren und in der betrieblichen Praxis zu erproben.
Die Projektziele sollen während der Laufzeit durch vier voneinander unabhängige, aber aufeinander abgestimmte, Arbeitsschritte erreicht werden:
- In der Analyse- und Konzeptionsphase werden zunächst die Qualitätskriterien für die Prüfung der betrieblichen Praxis entwickelt und in einen Interviewleitfaden integriert, der für die Analyse der Betriebe mit fortgeschrittenen BEM-Erfahrungen eingesetzt wird. Mit Hilfe des Interviewleitfadens soll ein vertiefter Einblick in die betriebliche Praxis von Wiedereingliederung gewonnen werden. Dazu soll in sechs Betrieben ermittelt werden, mit welchen BEM-Instrumenten in welcher Weise gearbeitet wird und welche Wirkungen damit erreicht werden. Die Analyse der Praxis des BEM in den Betrieben führt zu einer Bestandsaufnahme der eingesetzten Instrumente und der Einführungsstrategien.
- Im Mittelpunkt der Entwicklungs- und Optimierungsphase steht die Entwicklung eines umfassenden Werkzeugkastens mit erprobten Handlungs- und Gestaltungsinstrumenten zur inhaltlichen Umsetzung des betrieblichen Wiedereingliederungsverfahrens und die Entwicklung einer Vorgehensweise zur Einführung des Präventionsverfahrens.
- Mit einem Sockel von erfahrungsbasiertem Wissen, das für die Erprobungs- und Umsetzungsphaseaufbereitet und ergänzt wird sowie mit einem ganzheitlichen Konzept für alle Phasen des BEM erfolgt dann in fünf Betrieben die Einführung und Erprobung des Verfahrens. Dabei geht es um die Stärkung des BEM durch transparente, beteiligungsorientierte Prozesse und verbesserte inhaltliche Prozesskompetenz.
- Der Werkzeugkasten soll somit als operative Grundlage des Eingliederungsmanagements zur nachhaltigen betrieblichen Implementierung der SGB IX-Norm beitragen und in der Phase des Transfersweitere fünfzehn Betriebe zur Umsetzung anregen.
Im Projekt arbeiten folgende Partner zusammen:
- BIT e.V.
- IG Metall, Ressort Teilhabepolitik/Schwerbehindertenvertretungen
- Johannes Magin Beratung für Unternehmensführung und Organisationsentwicklung
- Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.
- ISO-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V., Saarbrücken
